Herzdiagnostik
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Herz-CT

Kalzium-Scoring

Da die CT sehr sensibel dichte Strukturen erkennt, wurden eine Vielzahl von Techniken zum Nachweis und zur Quantifizierung koronarer Verkalkungen etabliert, die von unsynchronisierten Einschicht-Spiral- Untersuchungen über Mehrschicht-CT mit EKG-Gating bis zum EKG-getriggerten EBCT (Electronic-Beam-CT) reichen. Letztere hat die in sie gesteckte Erwartungen nicht erfüllt und wurde rasch durch die Mehrzeilen-CT abgelöst.

Die Mehrschicht-CT mit EKG-Triggerung ist Standard der Kalzium-Quantifizierung. Die Daten werden nach dem sog. Agatston-Score berechnet oder es wird die totale koronare Kalziummasse angegeben.

Ca Score

Plaque-Besatz

Wahrscheinlichkeit einer  Koronaren Herzkrankheit

cardiovaskuläres Risiko

Empfehlung

0

keine Plaques

sehr gering

sehr gering

abwarten

1-10

minimale Plaques

sehr unwahrscheinlich

gering

primäre Prävention einer KHK diskutieren

11-100

moderate Plaques

gering oder minimal

Stenosen möglich

moderat

allgemeines Risikomanagement

101-400

moderate Plaques

KHK wahrscheinlich

deutlich

spezielles Risikomanagement

> 400

ausgedehnte Plaques

hohe Wahrscheinlichkeit signifikanter Stenosen

hoch

aggressives Riskomanagement

CT-Koronarangiografie

Die Koronarografie am CT ist sehr anspruchsvoll.
Grund ist die rasche Herzbewegung, die einen schnellen Mehrzeilen-Scanner und eine EKG-Triggerung benötigt, um bewegungsfreie Bilder zu erzielen. Für eine optimale Bildqualität bleibt ein Zeitfenster von 200ms, das durch diese Technik erreicht werden muß.
In der Praxis wird mit aufwendigen Rechenverfahren immer nur ein bestimmter Abschnitt des QRS-Komplexes des EKG zur Bildrekonstruktion verwendet. Ergebnis sind artefaktfreie Bilder der Herzkranzgefäße bis hin zu einer dreidimensionalen Darstellung des gesamten Herzmuskels und seiner Pumpfunktion.

Vorteil der CT gegenüber der MRT ist die sehr schnelle Untersuchung und die Unterscheidung zwischen harten und weichen Plaques. Darüberhinaus lassen sich Gefäßplastiken (Stents) beurteilen, die häufig zum Offenhalten des Herzkranzgefäßes nach Dilatation implantiert werden, was mit der MRT nicht möglich ist.

In naher Zukunft wird die CT-Coronarangiografie die invasive diagnostische Katheter- Coronarangiografie komplett ablösen.

sog. Globe-Darstellung der Herzkranzgefäße

planare Darstellung der Herzkranzgefäße

3D-Darstellung mit
A. mammaria Bypass

 

Herz-MRT

Cardio-MRT

Die Cardio- (Herz-) MRT hat sich in den letzten Jahren als etablierte Methode in der Funktionsbeurteilung des Herzens entwickelt. Hochauflösende Spulen und ausgefeilte Softwarelösungen erlauben heute Aussagen über folgende Parameter:

  1. Morphologie (Struktur) des Herzens: Größe, Fehlbildungen, Wandbeschaffenheit, Tumoren etc.
  2. Funktion des Herzens: Alle aus der Herzecho bekannte Funtionsparameter, wie Volumetrie, Klappenfuntion, Wandbewegung etc.
  3. Fluß:Quantitative Flow-Analysen zur Beurteilung der hämadynamischen Klappenfuntion
  4. Rest und Streß: Beurteilung der Herzmuskeldurchblutung in Ruhe und unter Belastung
  5. Herzkranzgefäße

Entscheidender Vorteil ist die völlig strahlenfreie Untersuchung. Intravenöse Kontrastmittelgeben werden zur Flußanalyse und für die Beurteilung der Herzmuskel- durchblutung notwendig.

Die Untersuchungsdauer liegt je nach Fragestellung und Untersuchungsumfang zwischen 20 und 60 Minuten. Eine wichtige Voraussetzung ist die optimale Mitarbeit des Patienten, da die meisten Sequenzen in Atemanhaltetechnik durchgeführt werden.

 

 

 

Nachfolgend sind mehrere Beispiele von Herzuntersuchungen als kurzer Film hinterlegt:

 

  Vierkammerblick

  

   Aorteninsuffizienz

 

   Mitralklappenfunktion

 

   linksventrikulärer Ausflußtrakt

 

  Perfusion

 

  Infarktnarbe

 

  3D-Coronarien

 

 

Herzszintigrafie

Myokardszintigrafie

Die Myokard- (Herzmuskel-) Szintigrafie ist eine etablierte Methode zur Früherkennung von Durchblutungsstörungen des Herzmuskels. näheres finden Sie auf der Nuklearmedizin-Seite