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Röntgenstrahlung:
Röntgenstrahlen sind ionisierende Strahlen und damit für den lebenden Organismus potenziell schädlich. Im diagnostischen Bereich ist die schädliche Wirkung der Röntgenstrahlung zu vernachlässigen. Statistiker haben errchnet, dass das Risiko einer Röntgenuntersuchung einer Lunge genauso hoch ist, wie die Teilnahme am Straßenverkehr für 3 Tage. Eine andere Statistik besagt, daß die Strahlenbelastung einer CT des Bauchraumes der eines Langstreckenfluges von Frankfurt nach New-York entspricht.
Die Weiterentwicklung der CT-Scanner hat diese nicht nur schneller und effektiver, sondern auch sicherer gemacht. Trotz der wesentlich höheren Datenmenge und dünneren Schichtführung ist die Strahlendosis an einem modernen Mehrzeilen CT geringer als an einem konventionellen CT. Unser Gerät verfügt darüber hinaus über eine sogenannte automatische Dosismodulation, d.h. die Strahlung wird der Anatomie und der Dichte des durchstrahlten Körpers angepaßt, so daß die Maschine z.B. am Übergang vom Schulterbereich zum Hals automatisch die Strahlendosis reduziert. Effektiv ist damit eine Dosisreduktion von bis zu 50% möglich.
Die Meßprotokolle werden individuell angepaßt. Ziel ist eine optimale Bildqualität und Ausbeute bei geringst möglicher Dosis.
Bleiabdeckungen sind in der CT wenig effektiv: zum einen müssen sie außerhalb des Meßfeldes liegen, zum anderen können sie bei dem kontinuierlich um den Körper rotierenden Strahl nicht alles abdecken , vor allem nicht die diffus vom Körper ausgehenden Streustrahlen.
Trotzdem sollten Schwangere grundsätzlich nicht im CT untersucht werden, es sei denn, es besteht akute Gefahr für Mutter oder Kind.
Ebenso ist bei Kindern und Jugendlichen die Indikation strenger zu stellen und zu überlegen, ob nicht alternative Verfahren, wie Ultraschall oder Kernspintomografie, zum gleichen Ergebnis führen.
Im Screening- Bereich gibt es inzwischen sogenannte Niedrigdosis-Protokolle (Low-Dose), die z.B. mit der Dosis einer konventionellen Röntgenuntersuchung der Lunge ein komplettes CT der Lungen ermöglichen.
Weitere Informationen über Strahlenrisiken in der Medizin finden Sie auf der Seite Strahlenschutz.
Kontrastmittel:
Hier ist zwischen den oral gegebenen Kontrastmitteln und den intravenös verabreichbaren Präparaten zu unterscheiden. Während erstere praktisch genauso ausgeschieden werden, wie sie eingenommen worden sind und damit keinerlei schädliches Potenzial haben, können parenteralen Kontrastmittel - wie jedes Medikament - Reaktionen hervorrufen, die von einer leichten Übelkeit und Hautreaktionen bis zu schweren Schockzuständen reichen. Moderne niedrigosmolare nichtionische Kontrastmittel haben eine weit geringere Nebenwirkungsrate als die früher verwendeten ionischen Substanzen. Schwere Reaktionen sind deshalb in der täglichen Praxis extrem selten.
Prinzipiell ist jede Kontrastmittelreaktion durch den Arzt gut zu beherrschen und verursacht keine andauernden Schäden.
Kontrastmittel und Niere
Jodhaltige Kontrastmittel sind potenziell nierenschädlich – zum einen unmittelbar tubulär-toxisch, zum anderen durch Veränderung der Hämodynamik. Bei Patienten mit entsprechenden Riskofaktoren besteht die Gefahr einer Kontrastmittel-Nephropathie, die sich als Ansteig des Serumkreatinin um 25% oder 0,25 mg/dl (45 μmol/l) innerhalb von 48 bis 72 definiert. Potenzielle Riskofaktoren sind:
- vorbestehende Niereninsuffizienz,
- diabetische Nephropathie,
- große Kontrastmittelmengen
- Dehydratation.
Allergien
Bei vorbestehenden Allergien hängt die Notwendigkeit der Patientenvorbereitung davon ab, ob nichtionische niedrigosmolare Kontrastmittel zur Anwendung kommen. Ob sich das Risiko medikamentös beeinflussen läßt, ist bei den nichtionischen KM umstritten, bei den ionischen jedoch bewiesen. Im wesentlichen bestehen zwei Verfahrensmöglichkeiten:
- Prophylaktische Gabe von H1- (und H2-) Blockern;
- Prophylaktische Kortikosteroid-Gabe.
Im Zweifelsfall wird der Radiologe in solchen Fällen immer auf eine intravenöse Kontrastmittelgabe verzichten.
Kontrastmittel und Schilddrüse
Jodhaltige Kontrastmittel enthalten freies Jod in einer Konzentration von bis zu 20 μg/ml – je nach organischem Jodgehalt. Während einer normalen CT-Untersuchung werden 2 – 3 mg freies Jod verabreicht, einer Menge, die dem 10 bis 40fachen der normalen Tagesdosis entspricht.
In Jodmangelgebieten, speziell in Mitteleuropa, besteht eine höhere Inzidenz zu Knotenstrumen und autonomen Schilddrüsenerkrankungen, was vor allem bei älteren Personen eine (subklinische) Hyperthyreose verursacht. Wird ein solcher Patient einer exzessiven Jodgabe ausgesetzt, so kann eine jodinduzierte Hyperthyreose oder Thyreotoxikose folgen mit entsprechend schweren therapeutischen Konsequenzen. Es gibt nur wenige kontrollierte Studien über den Zusammenhang zwischen Thyreotoxikose und Gabe jodhaltigen Kontrastmittels.
Eine Prophylaxe wird kontrovers diskutiert, besonders bei Patienten aus Jodmangelregionen, da die Nebenwirkungsrate dieser Medikamente genauso hoch ist wie das Risiko einer Thyreotoxikose. Indikationen zur Prämedikation bestehen bei bekanntem Hyperthyreoidismus, beim M. Basedow, beim autonomen Adenom oder der Knotenstruma, sowie beim papillären oder follikulären Schilddrüsenkarzinom. Vor einer diagnostischen Schilddrüsenszintigrafie oder einer Radiojodtherapie sollten Patienten keiner intravenosen Gabe jodhaltiger Kontrastmittel ausgesetzt werden, ohne vorher den behandelnden Arzt zu konsultieren.
Die Gabe jodhaltigen KM kann die Radiojodtherapie follikulärer Schilddrüsenkarzinome für Monate blockieren und die Krankheitsprognose signifikant verschlechtern.
Kontrastmittel und Diabetesmittel
Orale Antidiabetika, namentlich die Metforminpraparate (z.B. Glucophage), werden in der jüngsten Zeit als potenziell interaktiv betrachtet, da das Risiko einer Laktat- Azidose bei diabetischen Patienten mit gestörter Nierenfunktion besteht. Gegenwärtige Richtlinien (so z.B. der Europäischern Gesellschaft der Uroradiologie, ESUR) empfehlen folgendes Vorgehen: bei normaler Nierenfunktion sollte das Metformin bis 48 Stunden nach Untersuchung abgesetzt werden. Sofern die Nierenfunktion (Serumkreatinin) normal bleibt, ist die Fortsetzung der Therapie möglich. Bei eingeschränkter Nierenfunktion (>130 μmol/l) sollten zunächst alternative Untersuchungsmöglichkeiten erwogen werden. Sofern die CT unumgänglich ist, muß das Metformin 48 Studen vorher abgesetzt werden.
Risiken der Untersuchungsdurchführung selbst
Hier gibt es praktisch keine Gefährdung des Patienten.
Der Untersuchungstisch verfügt über Sensoren, die das Einklemmen von Körperteilen verhindern.
Gegenstände am oder im Körper des Patienten werden durch die Untersuchung nicht beeinflußt.
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